„Liebe Mitglieder und Freund*innen der GigA, was für ein Tag: Das Verkehrsministerium des Landes hat bekanntgegeben, dass es die Planungen für den Bau der A46/B7n nicht mehr vorantreiben wird.“
+++2020: so gut wie kein Schnee, 2021: katastrophale Überschwemmungen im Ahrtal, 2022: August-Hitze schon Mitte Juni – was hat das mit dem geplanten Bau der A445 zu tun?+++
Der Bau neuer Autobahnen führt zu mehr Autoverkehr und zementiert das klimaschädliche Verkehrssystem Straße. Dabei muss der Verkehrssektor laut Klimaschutzgesetz eigentlich enorme Mengen CO2 einsparen, eine Lösung dafür hat der Verkehrsminister bislang nicht parat. Deshalb demonstriert die BI StoppT A445 gemeinsam mit Dutzenden anderer Gruppen im Rahmen der „Bundesweiten Proteste für weniger Autos und klimafreundliche Mobilität“.
Und wir haben Maß genommen: die A 445 wird in ihrer Dammlage weit über 50 Meter breit und 10 Meter hoch sein. Dabei durchschneidet sie nicht nur den Lohwald mit seinem alten Eichen- und Buchenbestand bei Werl-Hilbeck, sondern es verschwinden auf 8 Kilometern Länge Feuchtgebiete und fruchtbare Ackerböden. Allein der Bau der Autobahn setzt 250.000 Tonnen CO2 frei.
die BI StoppT A445 ist zusammen mit über 80 weiteren Initiativen Mitglied des bundesweiten Bündnis Verkehrsinitiativen (BVI). Die Landesgruppe NRW des BVI hat sich mit der beigefügten Erklärung an die aktuell hinsichtlich der Bildung einer Landesregierung verhandelnden Parteien von CDU und BÜNDNIS 90/DE GRÜNEN gewandt. Die Forderung der Initiativen ist klar: Eine neue Landesregierung muss sich für einen neuen klimagerechten Bundesverkehrswegeplan und die Überprüfung aller bisherigen Projekte einsetzen. Die Planungen aller NRW-Projekte müssen bis zum Abschluss einer Überprüfung ausgesetzt werden.